FREIWILLIGE FEUERWEHR ALTENHAGEN I

Letzter Einsatz: 06.02.2012; 13:00 Uhr Technische Hilfeleistung ---

 

 

Gebäudebrand - 11. April 2011 

 

Einsatzart:    Feuer mit Menschengefährdung

Einsatzort:    Spiegelbergerstr.

Eingesetzte Feuerwehren:     Altenhagen I, Springe, Alvesrode, Völksen, Mittelrode, Holtensen,

                                                Eldagsen, Alferde, Gestorf, Bad Münder, Hachmühlen,

                                                FTZ Ronnenberg

 

Arktikel aus der NDZ:

Altenhagen I.

Nervös stehen Mieter und Eigentümer des großen Backsteinhauses an der Spiegelbergerstraße auf dem Hof. Immer wieder werfen sie bange Blicke auf das alte, große Haus. Beißender Rauch wabert aus den Fenstern im Obergeschoss. Überall arbeiten Feuerwehrleute. Polizisten und Rettungsdienstmitarbeiter stehen bereit. Der Einsatz in Altenhagen I zieht sich in die Länge – immer mehr Helfer werden nachalarmiert. Und plötzlich eskaliert die Situation.

Was zunächst mehr oder weniger nach einem Routinefall aussieht, entwickelt sich im Lauf des Montagnachmittags zu einem der größten Brandeinsätze der vergangenen Jahre. Als um 14.14 Uhr in Altenhagen I die Sirenen heulen und die ersten Feuerwehrleute aus dem Dorf eintreffen, ahnt noch niemand, dass sich zwei Stunden später mehrere Kameraden in Lebensgefahr befinden werden. Denn unvermittelt zündet das Feuer durch, der Dachstuhl brennt. Tiefschwarzer Rauch steigt empor, zu sehen ist er bereits aus mehreren Kilometern Entfernung. „Innenangriff zurück“, ertönt es über Funk. Schnell bringen sich die Atemschutzträger in Sicherheit. Gerade noch rechtzeitig. Die Menschentraube, die sich inzwischen um das dramatische Schauspiel gebildet hat, muss zurückweichen. Feuerwehr-Sprecher Torsten Baxmann: „Das Dach droht einzustürzen, die Fotovoltaikanlagen hängen bereits durch.“

Inzwischen sind 120 Männer und Frauen in Orange vor Ort. Nach Altenhagen I ist Springe angerückt, auch Helfertrupps aus Völksen, Gestorf, Eldagsen, Alvesrode, Mittelrode, Bad Münder und Hachmühlen versuchen zu retten, was nicht mehr zu retten ist. Denn der verwinkelte Aufbau der früheren Gaststätte, die bis gestern von zwei Familien bewohnt wurde, bereitet den Löschtrupps massive Probleme. „Wir sind von Anfang an dem Feuer hinterhergelaufen“, sagt Baxmann.

Irgendwo in einem Lagerraum hatte sich – aus bislang ungeklärten Gründen – etwas entzündet. Was, das konnte bis in die späten Abendstunden nicht ergründet werden, Kriminalbeamte aus Hannover konnten das Haus lange nicht betreten. Fest steht, dass der Schaden immens hoch sein wird, er soll bei rund 300 000 Euro liegen.

Erst nach und nach können die Einsatzkräfte an den zwei Drehleitern das Wasser aus vier Hydranten abdrehen. Inzwischen ist der Verpflegungstrupp aus Holtensen da, die erschöpften Kameraden nehmen die Stärkung dankend an. Mit zwei Wärmebildkameras wird die Vielzahl kleiner Brandnester erst am späten Abend aufgespürt. Das Haus wird nicht mehr zu retten sein – immerhin befand zum Ausbruch des Feuers niemand daran – außer einer Katze, die gerettet wurde. 

Artikel vom 12.04.2011 - 00.00 Uhr NDZ 

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